Santiago

Die Hauptstadt Chiles – Santiago – durfte auf meiner Reise natürlich auch nicht fehlen. Nicht nur weil ich einigen Freunden versprochen hatte sie dort zu besuchen sondern auch weil Mama am 05.02 dort angekommen ist.

Nachdem ich sie am Flughafen abgeholt habe und wir ins Hostel (Doppelzimmer mit eigenem Bad – ist schon etwas angenehmer als ein 12 Mann-Dorm) eingecheckt hatten haben wir einen typischen Burger gegessen und den Tag mit ein paar chilenischen Cocktails ausklingen lassen.
Am nächsten Tag haben wir einen Stadtrundgang mitgemacht und sind danach mit einer Gondel auf einen Berg hoch gefahren um über die ganze Stadt zu schaun.

Am Dienstag ging es dann weiter nach Valparaiso, wo am Donnerstag unser Kreuzfahrtschiff Richtung Patagonien ablegen wird.

Tschüss Pichilemu

Nach gut drei Wochen in Pichilemu, in denen ich im Hostel gearbeitet habe, viel am Strand und am feiern war, bin ich Ende Februar nach Santiago – die Hauptstadt Chiles – gefahren.
Dies ist mir gar nicht mal so leicht gefallen, da ich in Pichilemu super nette Leute kennengelernt habe und mir die Stadt sowie das „Arbeiten“ dort echt gut gefallen haben.
Trotzdem bin ich nun ganz froh wieder am Reisen zu sein.

Strand, Sonne und Meer

So, dann melde Ich mich auch mal zurück – undzwar aus Pichilemu. Das ist eine kleine Küsten Stadt gut 3 Stunden südlich von Santiago und nicht zu letzt wegen drei nah gelegnene super Surfspots bekannt – mit richtigen Wetterverhältnissen kann man hier wohl einige der größten Wellen der Welt surfen. Aber ich nicht – mir Reichen die kleinen volkommen …

Neben surfen und am Strand relaxen arbeite ich in einem echt tollen Hostel: direkt am Strand, mit Pool und super coolen Mitarbeitern/Chefs/Kunden, mit denen wir auch gerne mal feiern gehen.

Motto Party in unsrem Lieblings Club..anw

 

Valparaiso

Da ich den Bus nach Salta nicht bekommen habe musste ich (vorerst) den Norden Argentiniens von meiner Reiseroute streichen und habe nun mehr ungeplante Zeit hier in der Region.
Da Mama mich in gut 4 Wochen in Santiago de Chile (gut 1,5 Stunden von Valparaiso) besuchen kommt versuche ich gerade noch ein paar Stops/Städte hier in der Gegend zu suchen die ich besuchen kann.
Bis ich was gefunden habe genieße ich die Zein in der von UNESCO geschützten Stadt, bewundere die einfallsreichen Graffitis und Kunstwerke in der ganzen Stadt, fahre an den Strand und rege mich über den blöden Wechselkurs von 1 Euro zu knapp 700 chilenischen Pesos sowie die ungewohnt hohen Preise auf.

Chilenisches Geld- 20000$ keine große Sache…

Winterfeeling auf Huayna Potosi

Bolivien ist bekannt für Berge, Salteñas, die Salzseen bei Uyuni und den Regenwald, aber bestimmt nicht für Wintersport.
Doch ganz in der Nähe von La Paz ist dies möglich denn das Zongo-Valley ist so hoch gelegen, dass die Temperaturen selten über 3°C steigen, es einige (schmelzende) Gletscher gibt und regelmäßig Schnee fällt. Perfekt also zum Ski fahren oder aber um den 6.088 Meter hohen Berg Huayna Potosi zu erklimmen.

Und genau das hatte ich mir vorgenommen: Am Dienstag Morgen sind mein Guide und ich (da kurzfristig ein anderer Teilnehmer abgesprungen ist hatte ich eine Einzeltour) samt ganzer Kletterausrüstung und warmen Klamotten also in Richtung des Nationalparks gefahren.
Im Basecamp, auf 4100 Metern über dem Meeresspiegel angekommen gab es ein frühes Mittagessen bevor wir uns auf den Weg zum Gletscher gemacht haben, dort habe ich das Laufen und Klettern auf Eis gelernt. Das ist gar nicht mal so schwer wie ich gedacht hatte, zu mindestens nicht mit Eisaxt und Spikes unter den Plastik Skischuhen.

Meine ersten Kletterversuche – sieht höher aus als es tatsächlich war…

Am nächsten Morgen ging es dann ins auf 5100 Metern gelegne Highcamp. Dort gab es nicht wirklich was zu tun, weshalb wir die Zeit bis zum Schlafen gehen (um 18.00) mit Coca-Tee trinken (der hilft gegen Kopf- und Magenschmerzen, welche viele in der Höhe bekommen), Essen, Karten spielen und Schneemann bauen verbracht haben.
Im der Höhe und zu einer so frühen Zeit einzuschlafen fiehl mir sowie den anderen, die auch am nächsten Tag den Berg besteigen wollten, gar nicht mal so einfach.
Aber es hilf alles nichts, schließlich mussten wir um Mitternacht Aufstehen um gegen 1.00 los zu laufen.
Laufen – das hat Zumindestens der guide gesagt. So ganz stimmte das aber nicht. Es war eher klettern und wenn es mal nicht so steile Abschnitte gab waren die auch nicht gerade einfach zu laufem, denn das Ganze fand nicht nur auf über 5000 Metern statt, es hatte auch noch über Nacht 20 cm Neuschnee gegeben in dem wir versunken sind.
Also wir die Hälfte des Trekks erreicht hatten, wo wir eine steile Gletscher Wand hochklettern mussten, kamen wir in einem Schneesturm, der immer stärker wurde und wir deshalb bei circa 3/4 der Strecke nicht mehr weiter könnten und umdrehen mussten.
Das hat unsere Stimmung ziemlich runtergezogen. Aber trotzdem war es ein super tolles und mega anstregendes Erlebnis 4 Stunden bei Dunkelheit einen Berg mit 20cm Neuschnee hoch zu laufen/klettern.

Eben dieser Schnee hat auch unsere Rückfahrt verzögert, da das Auto sich andauerten fest gefahren hat oder auf der engen Straße abgerutscht ist.

Meine Rückker nach La Paz

Nach meinem kurzen Aufenthalt in Copacabana bin ich direkt nach La Paz weiter gefahren, in die Stadt in der ich vor ziemlich genau 3 Jahren für 3 Monate bei meiner Gastfamilie gewohnt habe.

Natürlich habe ich Martinez besucht, in ihrem neuen Apartment, welches zentraler als das Haus in dem ich damals gewohnt habe, ist.  Es war echt schön die Familie wieder zu treffen und (vorallem von den Eltern) mit offenen Armen empfangen zu werden.  Obwohl die Familie umgezogen ist, Mariana studiert und ihre Schwester angefangen hat zu arbeiten fühlt es sich nicht so an als hätte sich viel verandert, die beiden Schwestern streiten immer noch, es werden viele Filme geguckt und ihre Ess- und Konservationsgewohnheiten sind immer noch die selben.

Aber La Paz hat sich für mich total verändert, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass mein Hostel im Zentrum liegt und nicht in der Reichengegend in der Martinez wohnen. Dadurch lerne ich eine ganz andere Stadt kennen: die ganzen Sehenswürdigkeiten, die mit Touristen überlaufenen Straßen und Tour Agenturen sowie das Zentrum an sich (welches ich damals kaum besucht hatte) mit all seinen Clubs und Bars. Außerdem wurde in den letzten Jahren der Teleferico (Gondeln als öffentliches Verkehrsmittel) gebaut, mit welchem man unkompliziert und schnell die Stadt im Tal durchqueren kann.

Der Teleferico fährt bis nach El Alto (der höher gelegene und eher arme Stadtteil Boliviens Regierungssitzes), dort finden zwei mal wöchentlich das  „Cholita Wrestling“ statt. Eine Veranstaltung in dem die Einheimischen Frauen (traditionell mit weitem Rock und Hut) gegeneinander und gegen Männer kämpfen, alles gestellt und einstudiert, um sich zu beweisen.

Lago Titikaka

Während meiner Reise durfte natürlich auch ein Aufenthalt in Puno, der kleinen Stadt am Titikaka-See, nicht fehlen.

Der See ist für seine vielen (teilweise schwimmenden aus Schilf gebauten) Inseln bekannt.  So bin ich also Mittwoch morgen mit dem Nachtbus aus Cusco angekommen und direkt aufs Schiff gegangen um eine mir die selbstgebauten Uros sowie zwei weitere Inseln anzuschauen und auf einer von ihnen bei einer lokalen Familie zu schlafen.

Zunächst auf den floßähnkichen Inseln zu stehen und von den Einheimischen in einem selbst gebauten Boot über den See gefahren zu werden und dann etwas über die ganz verschiedenen Kulturen und Traditionen der Bewohner zu lernen war echt interessant. So stricken auf einer der Inseln zum Beispiel alle Männer während die Frauen kochen oder die Wolle herstellen.

Am zweiten Tag hatten wir Glück, denn auf der Insel auf der wir übernachtet haben gab es ein großes Fest. Zu dem sind alle zu dem höchsten Punkt der Insel gelaufen um dort in traditioneller Tracht ein Ritual abzuhalten. Dazu wurde der platzierte mit einem bestimmten Rauch gereinigt und dann eine Flüssigkeit aus verschiedenen fermentierten Pflanzen versprüht. Danach mussten sich alle drei Coca-Blätter heraussuchen und diese Zu dem Schamanen bringen, welcher diese auf eine bestimmte Art den Göttern geopfert hat. Dafür durfte man sich dann etwas wünschen.

Nach dem Ritual haben typisch, im freien Mittag gegessen: verschiedene Sorten von Kartoffeln, Bohnen und Mais.

Der Rückweg war auch sehr sehenswert, der See ist nämlich an sich schon echt schön anzusehen – noch toller sieht es aber bei Sonnenuntergang aus.

Zum Abendessen habe ich mich mit den Leuten von der Tour getroffen und wir haben frisch gefangene Forelle aus dem See gegessen. Nach einer entspannten Nacht (Einzelzimmer im Hotel) ging es für mich weiter nach Copacabana wo ich einem schönen Nachmittag mit herumlaufen und dem besteigen eines Berges um die schöne Aussicht zu genießen verbracht habe.

Zuvor musste ich aber die Grenze von Peru nach Bolivien überqueren – eigentlich kein Problem. Aber da ich länger als die vorgeschriebenen 90 Tage in Peru war musste ich pro Tag den ich länger da war 1$ bezahlen. Dies musste ich in cusco machen und da ich dort noch nicht genau wusste wann ich Ausreise habe ich einfach mal geschätzt. Nun wollte ich Das Land einen Tag früher verlassen, was der Beamte an der Grenze gar nicht verstehen konnte und mit erst keinen Ausreise Stempel geben wollte, da ich ja für einen Tag länger bezahlt hatte. Nachdem er aber 20 Minuten mit jemandem telefoniert und mir und dem Bus-Guide gefühlte 100 mal das gleiche erzählt hatte (ich könnte mich ausreisen da ich für einen Tag länger bezahlt habe) gab er mir dann den Stempel und ich könnte ohne weitere Probleme nach Bolivien einreisen.

Nun ist meine Zeit in Peru also zu Ende. Ich war insgesamt 114 Tage dort, habe 16 Städte besucht, nette Leute kennen gelernt, viel erlebt und insgesamt 143 Stunden (das sind knapp 6 Tage!) im Bus gesessen. Trotz einiger Tiefen, Missverständnissen und Problemen habe ich meine Zeit in diesem so vielseitigen Land sehr genossen. Bin nun aber auch froh ein neues (und trotzdem bekanntes) Land kennen zu lernen, eine andere Kultur zu erkunden und  etwas neues zu erleben.

Nun bin ich in La Paz und treffe mich morgen Mittag mit meiner alten Gastfamilie Zum Mittagessen. Ich bin schon super gespannt wie das so ablaufen wird – ob sie sich verändert haben und alles wieder zu sehen.

 

 

Europäer inmitten der Inka – Tourismus in Peru

Peru ist eins der günstigsten Länder zum Reisen in Südamerika. Viele archäologische Stätte, Museen sowie die unterschiedlichen Landschaften locken viele Reisende in dieses so vielfältige Land, welches viel mehr als Machu Picchu und Meerschweinchen auf dem Teller zu bieten hat.

So auch mich. Mein relativ langer Aufenthalt im noch eher untouristischen Norden Perus (immerhin 2 Monate) hat mich begeistert: Die Menschen sind (meistens) super freundlich, hilfsbereit und viele leben/kleiden sich noch sehr nativ.
Das von Reis und Hühnchen geprägte Essen schmeckt super, wenn man sich an drei Mahlzeiten mit Reis und Bohnen gewöhnt hat. Überall auf der Straße werden kleine Snacks super günstig verkauft.
Die Landschaft Perus reicht von Küste und Wüste über Gebirge bis zu westlichen Metropolen.
Neben den Inka haben viele weitere Kulturen, sowie die Spanier, viel Kultur und Gebäude/Ruinen hinterlassen.

Als ich den Norden Perus verlassen habe und nach Lima gegangen bin hatte ich einen kleinen Kulturschock: Alles war viel beschäftigter, größer und unpersönlicher. Die Leute erschienen mir unfreundlicher und die Stadt weniger zugänglich.
Dieses Gefühl wurde noch verstärkt als ich über die sehr touristischen Städte (Paracas und Huacachina) nach Cusco gereist bin.
man merkt, wie abhäng und  die Leute vom Tourismus sind, und trotzdem ist alles unpersönlicher, obwohl die Mehrheit der Bewohner vom Tourismus lebt behandeln sie die Ausländer nicht unbedingt nett.
Ich hatte sehr oft das Gefühl, dass die Einheimischen sich nur traditionell kleiden und Lamas oder Lämmer für Fotos durch die Gegend schleifen um Geld von den Touristen zu bekommen, nicht weil es tatsächlich ein Teil ihrer Kultur ist.
Außerdem ist alles viel teurer. Das ist mir besonders hier in Cusco aufgefallen.

Während ich in Cajamarca und Chiclayo mit offenen Armen empfangen und von Familien zum Essen eingeladen wurde wollen die Einheimischen in Cusco so wenig wie möglich mit den Touristen zu tun haben, außer sie können uns mit hohen Preisen und schlechten Service über den Tisch ziehen.
Auch Englisch war den Leuten im Norden geläufiger als hier, obwohl es in Cusco sehr viele Touristen gibt die kein Wort Spanisch sprechen. Generell finde ich die Tour-Guides im Norden besser informiert und freundlicher.

All dies hat meine Begeisterung von Peru ein bisschen getrübt, warum ich mich jetzt auch umso mehr freue nach Bolivien und später nach Chile zu reisen. Ich hoffe dort nochmal die Möglichkeit zu bekommen mich in das Land (mit Kultur, Menschen und Landschaft) zu verlieben, wie es im Norden der Fall war.

In Peru habe ich nun zusätzlich die Möglichkeit bekommen den Tourismus aus einer anderen Perspektive zu sehen, durch das Arbeiten im Hostel in Cusco und im Park/Hostel in der Nähe von Machu Picchu. Dort habe ich mitbekommen wie egal es den Angestellten meistens ist, wie es den Touristen/Kunden geht, Hauptsache sie bezahlen.
Obwohl ich diese Einstellung schon einige Male bevor ich in Cusco angekommen bin gemerkt habe dachte ich doch immer, dass die Angestellten nur einen schlechten Tag hatten oder es ein Einzelfall ist. Doch ich muss sagen, dass mir das im Süden immer öfter passiert ist.
Dieses Vorkommen kann ich mir jedoch nicht richtig erklären, klar die Touristen bringen Geld mit sich und da die Mehrheit der Peruaner noch immer ziemlich arm ist sehen sie die Möglichkeit ihr Leben durch uns ein bisschen zu verbessern, indem sie uns Unmengen an Geld für eigentlich relativ günstige Sachen bezahlen lassen (so kostet der Eintritt oft für Peruaner die Hälfte, der Zug nach Aguas Calientes weniger als 5% für Peruaner und selbst auf dem Mark bekommen Peruaner bessere Preise).
Klar durch den Tourismus verändert sich viel in Peru, es ist eine der Haupteinnahmequellen, die Kultur wird beeinflusst und viele alte Traditionen sterben aus da die Jugendlichen immer mehr wie die westlichen Touristen sein wollen. Diese Veränderung findet natürlich auch nicht jeder gut.
Darum auf Abstand zu Touristen zu gehen macht für mich ja wenigsten noch Sinn, aber uns zu beleidigen oder zu ignorieren verstehe ich nicht. Und das ist mir besonders mit Tour-Guides passiert, wenn ich Fragen zu den Sehenswürdigkeiten hatte und sie anscheinend die Antwort wussten, was ich sehr schade finde.

Cusco – Boleto Turistico

Im Moment bin ich in der alten Inka-Hauptstadt Cusco. Dementsprechend gibt es hier natürlich super viel zu sehen – hauptsächlich Ruinen und Museen über die alte Kultur.
Ich glaube Cusco ist die einzige Stadt weltweit die Touristen dazu bringt Eintritte für archäologische Stätte oder Museen zu bezahlen, die sie gar nicht besuchen.
Da es in und um Cusco so viel Inka-Kultur gibt kam die Stadt vor einigen Jahren auf die Idee ein Touristenticket (Boleto Turistico) zu machen, dieses enthält 16 verschiedene Eintritte, ist gültig für 10 Tage und kostet 130 Soles (gut 37€). Klar ist es praktisch nur einmal für alles bezahlen zu müssen und macht den Eintritt einfacher und schneller (die Peruaner brauchen für gewöhnlich ziemlich lange an Kassen). Doch um einige Ruinen besuchen zu können muss man noch Touren dazu buchen, womit es dann schon relativ teuer wird. Und auch wenn man für den Halben Preis ein Drittel der Eintritte kaufen kann möchte nicht jeder alles besichtigen oder hat die Zeit dafür.
Aber naja, natürlich habe ich mir das Ticket gekauft, da ich dachte, dass es eine gute Gelegenheit ist noch ein bisschen mehr über die Kultur zu erfahren, sowie ein guter Zeitvertreib, da ich insgesamt gut zwei Wochen in Cusco bin.
Und obwohl ich beinahe alle Sehenswürdigkeiten besucht habe, habe ich nicht das Gefühl, dass es sich gelohnt hat: die beinhalteten Museen waren ziemlich schlecht und das was die (größtenteils schlecht informierten) Tour-Guides über die Ruinen erzählt haben habe ich meistens auch schon vorher gehört.

Meistens wird einem nur gesagt, dass die Ruine ein alter Tempel, Militärstützpunkt oder einfach eine Stadt war. man wird auf die riesigen steine hingewiesen, die die Inka teilweise kilometerweit von anderen bergen zu ihrem Bestimmungsort geschleppt haben.
Die Baukunst (die Steine sind exakt geschliffen oder gebrochen um die ohne Mörtel oder ähnliches auf einander zu stapeln) kommt aus Puno oder Bolivien.
Generell haben die Inka zwar viele Kulturen missioniert aber ihnen im Allgemeinen auch viel ihrer rituale gelassen und ihre eigene Kultur um Neuerungen derer  ergänzt.

Neben Machu Picchu habe ich mir 12 weitere Ruinen und drei Museen in und um Cusco angeguckt.
Es ist echt interessant hier in Museen zu gehen, denn entweder sind sie gut und teuer oder erschwinglich und schlecht/langweilig, besonders wenn es um die Inka Kultur geht.
Erstaunlich finde ich, dass auch moderne Künstler die Kultur und Traditionen der Inka (und zur Zeit der Spanier) in ihren Gemälden und Statuen aufarbeiten.

In der nähe der Stadt gibt des einen Mond-Tempel, in dem Rituale zu besonderen Sonne-Mond Konstellationen abgehalten wurden. Dabei scheint der Vollmund durch einen Spalt in dem großen Fels und projiziert den Kopf eines Pumas an die Wand.
Außerdem gab es einen Stein zu sehen, an dem die Inka „die Sonne festgebunden“ haben. Von diesen gibt es im Inkareich einige, denn die Sonne war über lebenswichtig, nicht nur für die Menschen und ihr Essen sondern auch für ihre Religion.
Unser Guide hat uns auch erklärt, dass die Inka sehr viel mit 3 machen… Sie glaubten zum Beispiel daran, dass es drei Welten gibt: eine Art Himmel (symbolisiert durch den Kondor), die Erde beziehungsweise das Inkareich (symbolisiert durch den Puma und nochmals in drei große Bereiche unterteilt) und die Unterwelt (symbolisiert durch die Schlange). Dabei wird aber nicht davon ausgegangen, dass der Himmel besser und die Unterwelt schlecht ist als die Erde; es sind einfach verschiedene Welten mit unterschiedlichen Lebewesen. Darum werden auch Rituale für alle drei durchgeführt und es finden sich viele Hinweise auf dies in den Gebäuden der Inka.

Die Ruine der Inka-Festung Sacsayhuamán schützte zur Inkazeit den am meisten gefährdeten Zugang zur Stadt und diente desweiteren als Repräsentationsort und Militärstützpunkt.
Bauformen wie Nieschenplätze und kreisförmige Arenen weisen auch auf einen Nutzen als Heiligtum hin.
Zur Verknüpfung unserer Welt mit den Göttern haben die Inka Coca und Mais verwendet, dies ist einer der Gründe warum diese zwei Lebensmittel noch immer ein großer Bestandteil der peruanischen Kultur ist.


Die Agrarkultur der Inka, und der heutigen Peruaner immer noch, ist sehr naturell. Sie pflanzen normalerweise ohne großartige Hilfsmittel (Dünger, Maschinen …) und zwar dort wo die Umwelt es am besten zulässt. Darum haben die Inka auch die ganzen Terrassen gebaut, einerseits um neuen Platz zu gewinnen (auf den Abhängen ist es schon schwer was anzubauen) andererseits um an einem Ort möglichst viele verschiedene Sachen anpflanzen zu können.

Des Weiteren war ich in Pisaq und Ollantaytambo Ruinen besuchen, sowie einen Wassertempel.
Obwohl die Ruinen alle einzigartig sind und ihre eigene (wenig erforschte) Geschichte haben wird es mittlerweile ein bisschen eintönig und langweilig. Darum freue ich mich auch mittlerweile richtig Peru am Donnerstag zu verlassen und über Bolivien nach Chile zu reisen.